

22.03.2026
Oberliga-Siegesserie hält auch gegen Mülheim II
In der achten Runde der Schach-Oberliga NRW traf unser Team auf den SV Mülheim-Nord II, gegen den 16 Monate zuvor die letzte Niederlage gab. Die Gastgeber waren mit drei niederländischen Spielern an den vorderen Brettern angetreten. Dort war nach zwei Stunden auch die erste Partie beendet, am ersten Brett vereinbarte Rafael Friedmann nach 19 unspektakulären Zügen mit seinem Gegner eine Punkteteilung. Eine Stunde später fuhr mal wieder Andrej Golovanj den ersten Sieg für unser Team ein, indem er seine druckvolle Stellung mit einem Springeropfer auf e6 krönte. Edeljoker Detlef Heinbuch sicherte diese Führung mit einem soliden Schwarz-Remis am achten Brett ab. 15 Minuten später bot Achim Illner seinem Gegner eine Punkteteilung an, was dieser akzeptierte. Achim hatte Kompensation für einen geopferten Bauern, ließ seine Bedenkzeit aber bis auf drei Minuten hinunterlaufen: 2,5:1,5.
Die beiden Annas übten sich derweilen im Synchronschach. Nach vier Stunden hatten beide mit den schwarzen Steinen einen Bauern weniger und versuchten sich mit ihren aktiven Türmen ins Remis zu retten. Anna Zozulia gelang das dann auch, was uns dem Mannschaftserfolg ein großes Stück näher brachte. Zum Matchwinner avancierte aber Tobias Jugelt, der mit Schwarz ein hohes Risiko einging, indem er eine Leichtfigur gegen drei Bauern opferte. In der Zeitnotphase konnte er sogar noch einen vierten Bauern einsammeln, dafür waren seine weit vorgerückten Freibauern am Damenflügel blockiert. Tobias brachte dann aber sein Läuferpaar entscheidend zur Geltung und baute ein Mattnetz, aus dem sich sein Gegner nicht sinnvoll befreien konnte. Damit hatten wir 4,5 Punkte und das Match bereits gewonnen. Mit dieser starken Leistung konnte sich Tobias für die Niederlage in der Runde zuvor rehabilitieren.
Nach fünf Stunden war es Anna Zatonskih in der längsten Partie sogar gelungen, den Springer ihres Gegners einzufangen und ein Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm zu erreichen, was gerade mit nur noch 30 Sekunden pro Zug gute Gewinnchancen bietet. Schlussendlich konnte ihr Gegner die Stellung nach sechs Stunden und 114 Zügen nicht mehr verteidigen, sodass am Ende eines hart umkämpften Matches dann doch ein klarer 5,5:2,5-Erfolg stand. Mit diesem saisonübergreifend sechzehnten Sieg in Folge konnte unser Team die Tabellenführung behaupten und den Vorsprung drei Runden vor Schluss auf drei Mannschaftspunkte ausbauen. Morgen geht es gegen Schlusslicht SF Essen-Katernberg, die wie heute in starker Besetzung antreten werden, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
Schach-Oberliga: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olnr
Matthias Kiese
