12.04.2026

Spiel, Satz und Sieg: der fünften Mannschaft gelingt die faustdicke Überraschung

Vor der Saison fragte ich unseren Spielleiter Hans-Jürgen nach den Aufstiegschancen der fünften Mannschaft. Und im Brustton der Überzeugung erhielt ich die Antwort, dass keine Chance auf den Aufstieg bestehen würde. Schnee sei viel zu stark und zwei weitere Mannschaften ebenfalls stärker einzuschätzen. Nach neun Runden steht die Überraschung fest: unsere fünfte Mannschaft ist auf dem ersten Platz der Bezirksliga Bochum gelandet und hat damit den Aufstieg in die Verbandsbezirksliga geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

Die Ausgangssituation vor der letzten Runde war eindeutig: mindestens ein 3:3 Unentschieden im letzten Kampf gegen die dritte Garnitur von Ennepe Ruhr Süd sollte reichen. Und relativ ungefährdet ging Bochum auch mit 2:0 in Führung an den letzten beiden Brettern. Hans-Jürgen hat sich dadurch auch die Auszeichnung als bester Spieler der Mannschaft gesichert, mit 7 Punkten aus 7 Runden, von denen einer kampflos war. Respekt. Doch danach wurde es zäh. Yannick hatte eine nebulöse Stellung mit Minusqualität und Bing vergab durch einen kleinen Konzentrationsfehler den sicheren Sieg. Den Aufstieg klar machte dann Nukr am ersten Brett mit einem sicher verwerteten Endspiel. 3:0 und wir waren durch. Bemerkenswert war der Kampfgeist bei den restlichen Partien. Andreas gelang in der Zeitnotphase der Sieg nach lange Zeit ausgeglichener Stellung, Yannick drehte den Spiess noch um und gewann trotz Minusqualität. Bing willigte in das Remis ein und damit stand am Ende ein ungefährdeter 5,5:0,5-Sieg auf dem Ergebnisblatt. Sicherlich in der Höhe schmeichelhaft, aber gewonnen ist gewonnen.

Mal sehen, was unsere anderen Mannschaften aus ihren Aufschlagspielen machen. Als nächste ist unsere erste Mannschaft dran, mit einem Auswärtskampf gegen Brackel 1 und Brackel 2 am kommenden Wochenende. Und die Aufgabe ist die gleiche: ein Mannschaftspunkt reicht, um den Aufstieg abzusichern.

Jens Hinkmann

07.04.2026

Ostereierblitzturnier

Beim Ostereierblitzturnier hatten wir die hohe Zahl von 23 Teilnehmern, die in 15 Runden Schweizer System die gefärbten Eier ausgespielt haben. Es hat auch eine Rekordzahl von 8 Jugendspielern mitgespielt, deutlich mehr als im vorigen Jahr. Alle Spieler verschiedener Spielstärke und verschiedenen Alters haben gemeinsam in einer Gruppe gespielt, sodass auch schwächere Spieler mal die Chance hatten, gegen einen Internationalen Meister zu spielen.

Erster wurde Oleksander Golinka mit unglaublichen 14,5 Punkten aus 15 Partien und Zweiter Uwe Pewny mit 13 Punkten. Geteilter Dritter und Vierter wurden der Internationale Meister Dr. Achim Illner und der FIDE-Meister Andrej Golovanj mit je 12 Punkten. Fünfter wurde der FIDE-Meister Vitalij Zatonskih mit 11,5 Punkten.

Die erfolgreichsten Jugendspieler waren Simon Ilga und Dyar Ahmo mit jeweils 7 Punkten aus 14 Partien, der 13jährige Savva Volobuev mit 6 Punkten und der erst 8jährige Alexander Schäfer mit 4 Punkten.

Hans-Jürgen Fresen

03.04.2026

Vereinsmeister 2025/26

Gestern hat Matthias Kiese gegen Klaus Hart gewonnen. Damit hat Matthias einen uneinholbaren Vorsprung und steht bereits jetzt als Vereinsmeister fest.

Wir gratulieren ganz herzlich.

Es sind allerdings noch einige Partien offen und die restlichen Plätze stehen noch nicht fest.

Christian Ehm

22.03.2026

Nummer 17: Arbeitssieg gegen Schlusslicht Katernberg

In der neunten Runde der Schach-Oberliga NRW trat unsere Mannschaft in Mülheim gegen die SF Essen-Katernberg an, die mit nur einem Punkt das untere Tabellenende zierten. Trotz des großen tabellarischen Abstands entwickelte sich wie üblich ein enges und hart umkämpftes Match, das mit zwei Punkteteilungen von Tobias Jugelt und Andrej Golovanj startete. Nach drei Stunden konnte Teamchef Matthias Kiese in seinem ersten Saisoneinsatz den ersten vollen Punkt einfahren. Sein Gegner machte sehr viele Bauernzüge, anstatt seine Figuren zu entwickeln, bis er schließlich auf Verlust stand. Die Essener glichen jedoch postwendend aus, als Rafael Friedmann am Spitzenbrett eine seiner seltenen Niederlagen quittieren musste.

Von den vier noch laufenden Partien ruhten unsere Hoffnungen auf Anna Zozulia, die dem Trainer, Buchautor und früheren Bundesligaspieler Bernd Rosen zwei Bauern abnehmen konnte und diese mit vorbildlicher Technik im Endspiel auch sicher verwertete. Da die Partien von Achim Illner und Oleksandr Golinka ohne Sieger endeten, durfte Anna Zatonskih mal wieder die längste Partie spielen. Anna hatte im Mittelspiel eine Qualität gewonnen, wegen eines starken schwarzen Springers auf e5 aber wenig Freude daran. Daraus entwickelte sich ein Endspiel mit Annas Turm gegen einen Läufer und zwei verbundene Bauern, das Anna gewohnt aufmerksam verteidigte. Am Ende opferte sie ihren Turm, um ein theoretisches Remis-Endspiel mit schwarzem Läufer und falschem Randbauern zu erreichen. Nach sechs Stunden stand damit der 17. Mannschaftserfolg in Serie fest. Anna war dieses Wochenende mit elf Stunden Spielzeit und 189 Zügen Heldin der Arbeit.

Da Verfolger SF Brackel II an diesem Wochenende zweimal 4:4 spielte, konnte unser Team seinen Vorsprung auf vier Mannschaftspunkte ausbauen. Damit benötigt der Bochumer SV im Saisonfinale Ende April in Münster gegen die beiden Brackeler Teams nur noch einen Mannschaftspunkt für die NRW-Meisterschaft und den Aufstieg zur zweiten Schach-Bundesliga.

Schach-Oberliga: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olnr

Matthias Kiese

22.03.2026

Oberliga-Siegesserie hält auch gegen Mülheim II

In der achten Runde der Schach-Oberliga NRW traf unser Team auf den SV Mülheim-Nord II, gegen den 16 Monate zuvor die letzte Niederlage gab. Die Gastgeber waren mit drei niederländischen Spielern an den vorderen Brettern angetreten. Dort war nach zwei Stunden auch die erste Partie beendet, am ersten Brett vereinbarte Rafael Friedmann nach 19 unspektakulären Zügen mit seinem Gegner eine Punkteteilung. Eine Stunde später fuhr mal wieder Andrej Golovanj den ersten Sieg für unser Team ein, indem er seine druckvolle Stellung mit einem Springeropfer auf e6 krönte. Edeljoker Detlef Heinbuch sicherte diese Führung mit einem soliden Schwarz-Remis am achten Brett ab. 15 Minuten später bot Achim Illner seinem Gegner eine Punkteteilung an, was dieser akzeptierte. Achim hatte Kompensation für einen geopferten Bauern, ließ seine Bedenkzeit aber bis auf drei Minuten hinunterlaufen: 2,5:1,5.

Die beiden Annas übten sich derweilen im Synchronschach. Nach vier Stunden hatten beide mit den schwarzen Steinen einen Bauern weniger und versuchten sich mit ihren aktiven Türmen ins Remis zu retten. Anna Zozulia gelang das dann auch, was uns dem Mannschaftserfolg ein großes Stück näher brachte. Zum Matchwinner avancierte aber Tobias Jugelt, der mit Schwarz ein hohes Risiko einging, indem er eine Leichtfigur gegen drei Bauern opferte. In der Zeitnotphase konnte er sogar noch einen vierten Bauern einsammeln, dafür waren seine weit vorgerückten Freibauern am Damenflügel blockiert. Tobias brachte dann aber sein Läuferpaar entscheidend zur Geltung und baute ein Mattnetz, aus dem sich sein Gegner nicht sinnvoll befreien konnte. Damit hatten wir 4,5 Punkte und das Match bereits gewonnen. Mit dieser starken Leistung konnte sich Tobias für die Niederlage in der Runde zuvor rehabilitieren.

Nach fünf Stunden war es Anna Zatonskih in der längsten Partie sogar gelungen, den Springer ihres Gegners einzufangen und ein Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm zu erreichen, was gerade mit nur noch 30 Sekunden pro Zug gute Gewinnchancen bietet. Schlussendlich konnte ihr Gegner die Stellung nach sechs Stunden und 114 Zügen nicht mehr verteidigen, sodass am Ende eines hart umkämpften Matches dann doch ein klarer 5,5:2,5-Erfolg stand. Mit diesem saisonübergreifend sechzehnten Sieg in Folge konnte unser Team die Tabellenführung behaupten und den Vorsprung drei Runden vor Schluss auf drei Mannschaftspunkte ausbauen. Morgen geht es gegen Schlusslicht SF Essen-Katernberg, die wie heute in starker Besetzung antreten werden, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.

Schach-Oberliga: https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olnr

Matthias Kiese

21.03.2026

Trauer um Joachim Hengelbrock

Wir müssen Abschied nehmen von Joachim Hengelbrock, der am 11. März im Alter von nur 56 Jahren verstorben ist. Joachim war langjähriges Mitglied unseres Vereins und spielte zuletzt wieder seit 2024 für unsere Mannschaft. Seine besondere Leidenschaft galt dem Blitzschach, bei dem er zuweilen verbissenen Ehrgeiz entfaltete. So wurde er zwischen 2003 und 2017 sechsmal Blitzschachmeister des Schachverbands Ruhrgebiet. Natürlich gewann der Schnelldenker auch regelmäßig die Blitzmeisterschaft des Schachbezirks Bochum, zuletzt 2022, 2023 und 2024, sowie achtmal unsere Vereins-Blitzmeisterschaft. 1990/1991 sicherte er sich auch den Bezirkstitel mit klassischer Bedenkzeit. Der Diplom-Mathematiker und passionierte Radfahrer spielte viele Jahre in der Zweiten Bundesliga und zuletzt in der Oberliga, wo er in der Saison 2024/2025 aus neun Partien fünf Punkte erzielte. 2006 erreichte er mit 2333 seine höchste Elo-Zahl, die zuletzt noch 2265 betrug. Mit Joachim konnte man unendlich blitzen oder sich über Schach unterhalten. Mit ihm verlieren wir einen freundlichen und zuverlässigen Mitspieler, den wir gerne in Erinnerung behalten.

Der Vorstand des Bochumer Schachvereins 02

14.03.2026

Blitz-Team Vizemeister im Ruhrgebiet

Bei der Verbandsblitzmannschaftsmeisterschaft am 14.03.2026 in Erkenschwick konnte der Bochumer SV 02 den zweiten Platz erringen und sich damit erneut für die NRW-Meisterschaft qualifizieren. Mit 25:5 Mannschaftspunkten musste unser Quartett unter 16 Teams nur dem SF Essen-Katerberg den Vortritt lassen, gegen den es gleich in der zweiten Runde eine 0:4-Klatsche gab. Derart aufgeweckt, gelangen aber anschließend sechs Siege in Folge. Aus unserer homogenen Mannschaft ragte dieses Mal Oleksandr Golinka heraus, der am dritten Brett 13 Punkte aus 15 Partien erzielte. Sabir Huseynov kam auf 10,5 Punkte, an den Spitzenbrettern sammelten Andrej Golovanj und Achim Illner jeweils zehn Punkte. Besonderer Dank gilt Volker Bautz, der kurzfristig als Fahrer, Betreuer und Transporteur von Spielmaterial eingesprungen ist. Die NRW-Meisterschaft findet am 02.05.2026 irgendwo in Südwestfalen statt.

Ergebnisse: https://s3.chess-results.com/tnr1371909.aspx?lan=0

Matthias Kiese

12.03.2026

Siebte und letzte Runde der Vereinsmeisterschaft

Die sechste Runde ist gespielt. Noch ist nichts entschieden. Aber Matthias kann aus eigener Kraft den Titel erringen. Wir wünschen allen Spieler weiterhin viel Erfolg und vor Allem Spaß am königlichen Spiel.

Die siebte Runde ist ausgelost:

Klaus Hart (4.0)Matthias Kiese (5.0)0:1
Yannick Hartenberg (4.0)Jens Hinkmann (4.5)
Farzad Tahashi-Knoche(4.0)Timo Spiess (4.0)0:1
Michael Peters (3.5)Detlev Wolter (3.5)0.5:0.5
Olaf Peters (3.5)Thomas Lampe (3.5)
Lars Jellinghaus (3.0)Vincent Bouquillion (3.5)1:0
Markus Eiden (3.0)Daniel Eimertenbrink (3.5)0:1
Lukas Schwerdtfeger (3.0)Ingo Landwehr (3.0)
Volker Bautz (2.5)Simon Ilga (2.5)+:-
Ralf Hollstein (2.5)Patrick Vosen (1.5)
Thorsten Preuß (0.5)Christian Ehm (2.0)+:-
Wolfgang Bruhnke (2.0)Bernd Holzapfel (2.0)
Pascal Backes (2.0)Sebastian Gand (2.0)0.5:0.5 vW

12.03.2026

Was macht Lothar Nikolaiczuk eigentlich heute?

Lothar Nikolaiczuk war in den 1970er und 1980er Jahren ein in Westdeutschland bekannter Turnierspieler und einer der fleißigsten Schachbuchautoren. Ab 1990 machte er sich rar. Eines seiner später erschienenen Bücher war eine Sammlung satirischer Kurzgeschichten ‚aus dem Leben eines Schachspielers‘ mit dem Titel ‚Der Elo-Schädling‘. Im Interview erzählt er, wie es zu diesem seltsamen Buchtitel kam, wie seine höchst ungewöhnliche Schachlaufbahn aussah, in welchen vier Kulturkreisen Afrikas und Asiens er die Hälfte seines Lebens verbracht hat, unter welchen haarsträubenden Umständen er Landesmeister von Kenia wurde – und noch vieles mehr.

https://de.chessbase.com/post/was-macht-lothar-nikolaiczuk-eigentlich-heute

Matthias Kiese

21.02.2026

Bochumer SV 02 Team-Bezirksmeister im Blitzschach

Bei der Bezirksblitzmannschaftsmeisterschaft am 21.02.2026 in Witten konnte der Bochumer SV 02 seiner Favoritenrolle gerecht werden und sich als Bezirksmeister für die Verbandsmeisterschaft qualifizieren. Mit 21:3 Mannschaftspunkten hatte unser Team am Ende des doppelrundigen Turniers mit sieben Mannschaften zwei Mannschaftspunkte Vorsprung vor dem SV Wattenscheid, der sich den zweiten Qualifikationsplatz sichern konnte. Alle drei Mannschaftspunkte gab unser Team gegen den überraschend starken Gastgeber SF Schnee ab, darunter eine 0:4-Klatsche im zweiten Durchgang. Dennoch landete der neue Wittener Schachverein am Ende nur in der Tabellenmitte. Unser Team überzeugte durch eine homogene Mannschaftsleistung, angeführt von Andrej Golovanj mit 11 Punkten aus 12 Partien und einer Elo-Performance von 2936 am Spitzenbrett. Der am Morgen noch kurzfristig eingesprungene Tobias Jugelt brachte es wie Detlev Wolter auf 10 Punkte, Oleksandr Golinka konnte 9,5 Zähler verbuchen. Bereits in drei Wochen am 14. März findet die Verbandsmeisterschaft in Erkenschwick statt.

Ergebnisse: https://s1.chess-results.com/tnr1358359.aspx?lan=0&art=46&SNode=S0

Matthias Kiese