

28.09.2026
Der Tag der Schachwunder
Am 27.9.2026 spielten unsere dritte und vierte Mannschaft gemeinsam zu Hause gegen Bönen (Bochumer SV 3 – Bönen 2) und gegen Waltrop (Bochumer SV 4 – Waltrop 2). Beim Aufbauen waren viele tatkräftige Helfer dabei, so dass der Tag der Schachwunder pünktlich beginnen konnte.
Den Auftakt machte Iori, der mal wieder unfreiwillig mit Zeitnachteil ins Rennen ging. Und das bei einer komplizierten Stellung auch büßen musste. Bochum – Bönen 1:2. Vorneweg waren zwei trockene Schwarzremis von Timo und Christian erfolgt, die beide leicht angeschlagen waren und trotzdem angetreten sind. Insgesamt sah der Kampf damit kritisch aus, Matthias und ich hatten mikroskopische Vorteile, die restlichen Partien waren ausgeglichen oder unklar. Kurz darauf konnte ich den ganzen Punkt einfahren, aber Holger geriet durch ein Qualitätsopfer stark unter Druck und ins Mattnetz. Bochum – Bönen 2:3. Anschließend verdichtete Matthias seinen Vorteil souverän und es stand 3:3. Doch Ralf, unser Remiskönig, stand ausgeglichen bis besser, während bei Yannick alles auf einen Verlust hindeutete. Es begann der Tag der Schachwunder. Ralf beschloss dieses Mal kein Remis anzubieten, sondern stattdessen den gegnerischen König anzugreifen. Außerdem hatte er den starken Springer gegen den schlechten Läufer. Trotz einiger Widernisse beim Aufschreiben gelang dies und wir hatten einen Punkt sicher. Bochum 4 und Bönen 3. Und dann kam die große Show von Yannick, der sich erst aus seiner extrem gedrückten Stellung wieder hinausmogelte in gegenseitiger Zeitnot (beide Spieler hatten über 10 Züge lang nur das Inkrement), dann zwei Bauern einsammelte und schließlich die Partie noch gewinnen konnte. Bochum 5 und Bönen 3, damit hatte keiner mehr gerechnet.
Vom Mannschaftskampf der vierten Mannschaft habe ich ehrlicherweise nicht so viel mitbekommen. Beim Stand von 3:2 für Bochum verdribbelte Michael seine Stellung mit Mehrqualität, Stefan verpasste einen Sieg in einem schwierigen Endspiel mit Mehrfigur und stark reduziertem Material, aber Farsad machte das Wunder möglich. Erst eine Qualität weniger, dann eine Figur, aber er kämpfte einfach unerbittlich weiter. Und am Ende gelang ihm das Schachwunder, weil dem Gegner nur ein Läufer und ein Randbauer blieb, der aber der falsche war. Bochum 4 und Waltrop 4 nach über fünf Stunden Spielzeit.
Damit sind beide Mannschaften gut unterwegs in einem sehr dicht gestaffelten Umfeld, in dem jeder jeden schlagen kann. Das bleibt eine spannende Saison.
Jens Hinkmann
